KLoster + Kirche...

Kloster - gelebte Schöpfungsidee Gottes ??

Gemeinschaft mit Gott und mit dieser Welt...

...eine besondere Form von Kirche bildet die praktizierte Lebensgemeinschaft  eines Klosters. 

Im Kloster - Alltag "stets anwesend" soll Gott den Mittelpunkt des Menschen und seiner klösterlichen "Weggemeinschaft" bilden...

...drei Merkmale stechen heraus:

=> Die Suche nach dem Willen Gottes in einer Weggemeinschaft...
=> Das eigene Leben ist von Gott geschenkt. 
=> Alles ist in seiner Liebe und sein Eigentum...
 
...'"modern" ausgedrückt ist dies ein (ganzheitlicher) gemeinschaftlicher Lebensweg vom "Haben" zum "Sein"... 



Gebetsanliegen für Frauen und unsere Kirche:

 möge unsere Kirche mutige Schritte gehen, die den Menschen, unabhängig vom Geschlecht, Gehör und Stimme und in gegenseitiger Achtung liebevolle Wegweisung zu Gott schenkt...

siehe auch Anliegen unter:"Talita Kum" Rote Rose


Zum Nachdenken...

Papstbesuch 2011:

wo Gott ist , da ist Zukunft...ist unsere Kirche (sind wir) noch  „Gottesbedürftig“ ?

Wir (katholische) Christen mit unserer langen Kirchengeschichte sind der Versuchung ausgesetzt, eine "dauerhafte" Kirche mit dem Willen Gottes gleichzusetzen. Dauerhaftigkeit aber verlangt nach Perfektion und verdrängt (auf Dauer) die notwendigen Räume für den schöpferischen (Wandlungs-)Akt der Liebe (Gottes).

Begegnung und Wandlung aus der Liebe(zu Gott/Mensch) sind die Kernbotschaften von Jesus Christus. Gott will „im Wandel“ gegenwärtig sein. Seine Schöpfungsidee ist geprägt von Wandlung und Veränderung.

Meine katholische Kirche soll die Menschen immer wieder "im Heute" zusammenzubringen und lebendige Kirche soll entstehen! Die Beziehung zu Gott überwindet die menschliche Perspektive von „Dauer und Ewigkeit“. So darf in der Kirche auch Manches vergehen und sterben. Leben und Tod sind in Gottes Schöpfungsidee (und in der Liebe) keine „Feinde“. Beide sind Teil des ewigen Gottes, der Leben und Tod in seiner Liebe vereint.

Leider ist es spürbar geworden, dass sich meine katholische Kirche selbst zunehmend in einen „Zustand der Beständigkeit“ hineininterpretiert. Die Bereitschaft zur Abgrenzung und Eingrenzung versperrt manchen Weg zu Gott und Zukunft.

 So ist meine Katholische Kirche bis heute der Versuchung erlegen, bei "Frau" (und Mann) in einem dogmatischen (hierarchischen) Rollenklischee zu verharren. Alle möglichen, biologischen Nachteile und Fehlerquellen der jeweiligen Geschlechter sind aber geradezu Quelle und spürbarer Ort, der Gottes Fürsorge bedarf. Sich aktiv der Fürsorge Gottes anzuvertrauen bedeutet gleichsam selbst zum Ort zu werden, an dem Gott (und damit Zukunft) gegenwärtig sein kann.

Kirche muss  „Gottesbedürftig“ bleiben... Gott und Zukunft finden sich dort, wo die Gottesbedürftigkeit in ihr "lebendig" ist ...Kirche darf sich damit in den "Sturm des Lebens" wagen...und der Fürsorge Gottes anvertrauen.

Wer – wenn nicht Maria, die Mutter Gottes hat vom Wesen Gottes jenen Teil verstanden, der das Pfingstereignis zum begeisterten Aufbruch werden liess? War es nicht ihr (weibliches) Glaubensverständnis, das den Aposteln ein wahrhaft „menschliches“ Antlitz ihres Glaubens ermöglichte? (Ihre Gottesbedürftigkeit annehmen ließ?)

Petrus hat es damals mit dem Schwert nicht geschafft, die Liebe zu verteidigen –Meine Kirche wird mit dem Wunsch nach Beständigkeit ebenfalls keine Liebe schöpfen…Welch ein Schatz an wertvollen Gedanken und liebevollen Menschen gilt es in einer lebendigen Kirche (neu) aus der „Taufe“ zu heben!

Ohne die Wertschätzung und Mithilfe aller Geschlechter wird meine Kirche ihre Gottesbedürftigkeit nicht umfänglich lieben können. Gegenwart Gottes stiftet sich in seinem „lebendigen“ Gebrauch hinein in unsere Welt.

Gott und Mensch – Hand in Hand / Kirche und Mensch – Hand in Hand!  (H.Nagel)

lieber Gott,
 
es ist schwer die ausgetretenen Pfade zu verlassen...
ja, es wäre so einfach, wenn uns die Liebe auf vertrauten Wegen begegnen würde...
 
Deine Stimme - wir könnten sie im Schlaf hören...
Deine Wege - traumhaft würden wir sie wandeln...
Dein Gesicht - blind würden wir es erkennen...
 
...und dennoch lässt Du das Vertraute vergehen...
...dennoch darf unsere Liebe zu Dir nicht beständig sein...
dennoch soll all das Vertraute deiner Schöpfung nicht im Wege stehen...
schon fließen die Sekunden dieses Jahres unaufhörlich in Deine Ewigkeit hinüber...
schon zeichnet deine Liebe neue Horizonte in diese Welt...
schon heißt es für jeden von uns den nächsten Schritt aus dem vergänglichen Augenblick zu wagen...
...solange, bis Du uns in Deiner Ewigkeit aufnimmst...

Lieber Gott,  
in all meinen Anliegen willst Du mich begleiten…mein Herz darf voller Zuversicht sein - 
voller Vertrauen schaue ich auf meine Fehler und Unzulänglichkeiten. Nichts davon hat gegen Dich Bestand - alles was mich von Dir trennt willst du verwandeln...

...(in Arbeit)...